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Versorgungskonzepte

Das Gesundheitswesen in Deutschland befindet sich im Umbruch.

Transsektorale Versorgung
Das zurzeit durch Sektorengrenzen stark fragmentierte Vorgehen wird einem vernetzten und einem ganzheitlichen Ansatz weichen, um die Effektivität zu erhöhen und dadurch die Qualität der Versorgung weiterhin zu gewährleisten und zu verbessern.

Eine Einzelpraxis wird diese Herausforderung nur noch in Ausnahmefällen leisten können. Der Trend geht im ambulanten Bereich zu größeren Organisationen wie z.B. fachgleiche oder fachübergreifenden Gemeinschaftspraxen, Medizinische Versorgungszentren und Netzwerken. Im Klinikbereich findet schon seit Jahren eine Konzentrationsprozess statt.

Dazu wird eine stärkere Verzahnung der haus- und fachärztlichen, ambulanten und stationären Versorgung, pflegerischer Behandlungsleistungen mit Präventionsmaßnahmen, der Rehabilitation, der Arzneimitteltherapie und –versorgung sowie mit Leistungen von sozialen Einrichtungen und Patientenorganisationen notwendig sein.

Das derzeitige fragmentierte  Leistungsvergütungssystem erschwert eine ganzheitliches Vorgehen. Integrierte Versorgungsprogramme insbesondere für chronische Erkrankungen können eine attraktive Alternative sein, um die Qualität der Versorgung auch über die Sektoren hinweg zu gewährleisten und für alle Beteiligte Attraktiv zu gestalten.

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Wohnortnahe Gesundheitsversorgung
Ein besonderes Problem liegt im Engpass des Berufes  „Hausarzt“.  In den letzten 5 Jahren ist die Anzahl an neuen Ärzten dieser Fachrichtung um 75% zurückgegangen. Statt pro Jahr 2.400 Hausarztabsolventen stehen für die niedergelassene Tätigkeit pro Jahr nur 800 Hausärztinnen und Hausärzte zur Verfügung. Davon sind 60 % Frauen mit Teilzeitbedürfnissen durch Familienplanung oder eingetretener fester Verankerung im Umfeld. Dadurch wird es vor allem in strukturschwachen Gebieten schwierig werden den Bedarf an Hausärzten zu decken. 

Die Attraktivität des Standortes, sowohl was die Struktur der ärztliche Versorgung angeht, als auch das soziale Umfeld, wie z.B. Kinderbetreuung, Wohnqualität, Kultur- und Sportangebote werden dabei eine wesentliche Rolle für eine Niederlassungs-Entscheidung spielen.

Gesetzgebung, Wissenschaft und Kassenärztliche Vereinigungen arbeiten zurzeit an neuen Versorgungsmodellen. Trotz der weniger werdenden Zahl an Hausärzte sollen durch Delegation ärztlicher Aufgaben an besonders geschultes Personal und mit Hilfe von Telematik alle Patienten auch weiterhin gut versorgt werden können

Eine Herausforderung für die ärztlichen Leistungsanbietern und die Kommunalpolitik gleichermaßen.

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