News/Presse Gesundheitskonzept Babenhausen

Die Referenten von links:
Elke Kessler, Prof. Dr. jur. T. Schlegel, Dr. med. Ingo Drehmer, Patricia Kaczmarek

Die Ausgangssituation:
Die Stadtverordnetenversammlung von Babenhausen hatte am 14.02.13 beschlossen, die Firma ASD Concepts GmbH & Co. KG mit der Erarbeitung eines innovativen und zukunftsweisenden Gesundheitskonzepts für Babenhausen zu beauftragen.

Seit dieser Zeit wird das Gesundheitskonzept konsequent umgesetzt.

Neben der Sicherung der Betreuung im Akutfall soll dem Bereich der Prävention ein besonderer Stellenwert zukommen. Besondere Personengruppen sollen hier ebenfalls berücksichtigt werden.

Mehrere Gespräche zwischen Ärzten, Pflegeheimen, der Kassenärztlichen Vereinigung und der Verwaltung haben die Notwendigkeit eines nachhaltigen Gesundheitsversorgungskonzepts für Babenhausen aufgezeigt, um eine wohnortnahe Versorgung auf Dauer gewährleisten zu können.


Das Konzept:
Das Gesundheitswesen steht vor einem tiefgreifenden Wandel, weg von Einzelpraxen hin zu größeren Strukturen und stärkerer Vernetzung der verschiedenen Gesundheitssektoren. Ein zukunftsweisendes Gesundheitskonzept für Babenhausen muss von vorneherein die zu erwartenden Veränderungen im gesundheitspolitischen Umfeld berücksichtigen und tragfähige, nachhaltige und ausbaufähige Strukturen aufbauen, die dazu geeignet sind, die vorhandenen bestehenden Strukturen aufzunehmen, weitestgehend zu vernetzen und langfristig in moderne Strukturen umzuwandeln.
    

Die wichtigsten Elemente der Gesamtstrategie sind:

  • Gründung eines regionalen Gesundheitsnetzes „Gesundheitsforum“ in Babenhausen, das die ärztlichen und nichtärztlichen Anbieter von Gesundheits- und Präventionsleistungen, sowie soziale Einrichtungen miteinander vernetzt und in einer professionell geführten Organisation zusammenführt mit der Aufgabe die Gesundheitsversorgung nachhaltig weiter zu entwickeln.
  • Aufbau einer elektronischen interaktiven Informations- und Kommunikationsplattform „Gesund leben in Babenhausen“ als Kommunikationsmedium für die Bevölkerung und zur elektronischen Vernetzung der Leistungsanbieter.
  • Aufbau von größeren Gesundheitsorganisationen und vernetzten Gesundheitszentren. Der Aufbau von größeren vernetzen Organisationen sowohl in der Kernstadt, als auch in den Stadtteilen ermöglicht moderne Strukturen der Zusammenarbeit, die Etablierung von Zweigpraxen, Etablierung neuer Technologien, moderner Versorgungsmodellen und vieles mehr. Sie erhöht damit auch die Attraktivität des Standortes für junge Ärzte.
  • Optimierung und Strukturierung der Versorgung der Altenheime, der ambulanten Pflege, Bau von Wohneinheiten für Personen 55+ und Etablierung von neuen Technologien (Telemedizin- Technologien) und Versorgungsmöglichkeiten (z.B. Delegation ärztlicher Leistungen) Hier besteht akuter Handlungsbedarf durch die Unterversorgung des K&S Heimes.
  • Weitergehende Vernetzung mit den umliegenden Krankenhäusern, Uni Kliniken, Facharztpraxen und gesundheitspolitischen und betrieblichen Strukturen. Besonders wichtig ist die Integration in den Ausbildungsverbund für Ärzte in der Facharztausbildung mit dem Kreisklinikum, da dadurch junge Ärzte herangezogen werden können. Durch integrierte Versorgungsprogramme wird nicht nur die Versorgung der Patienten verbessert, sondern auch enge Bindungen an die in den Klinken tätigen Ärzte geschaffen und dadurch auch persönliche Bindungen für Niederlassungen oder Anstellungen. Der Aufbau von Angeboten im Bereich betriebliches Gesundheitsmanagement dient einmal der Gesunderhaltung der Bevölkerung, es erhöht auch die finanzielle Attraktivität für Ärzte.
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